Mittelalterliche Stundenbücher
Von der privaten Andacht zur luxuriösen Bilderhandschrift
Brüsseler Stundenbuch von Herzog von Berry, Muttergottes 15. Jh. © Faksimile Verlag, Luzern.
Das Werk enthält im Wesentlichen zwölf Monatsbilder mit gegenüberliegenden Kalenderblättern und besticht nebst den Gebetstexten durch die lebendigen Darstellungen und Szenen aus dem Alltag. Heiliges und Profanes, Ernstes und Lustiges sind nebeneinander dargestellt.
Gemalt wurden die kostbaren Miniaturen von den Brüdern Limburg aus dem holländischen Nimwegen.
Parallel zur Ausstellung «Maria Magdalena Mauritius – Umgang mit Heiligen» zeigen wir als Pendant zur öffentlichen Verehrung von Heiligen rund 20 Stundenbücher aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, die wichtiges Requisit der privaten Andacht waren.
Die aus der Sammlung faksimilierter Handschriften stammenden Exemplare – eine Schenkung des Faksimile Verlages Luzern – unterscheiden sich punkto Qualität und Leuchtkraft kaum von den Originalausgaben. Zudem haben sie den Vorteil, dass man nach Herzenslust darin blättern und in die faszinierende Welt mittelalterlicher Miniaturmalerei eintauchen kann.